Zulässigkeit & Einordnung
Sind TDS Pro Systeme uneingeschränkt zugelassen?
Ja. Unsere Dachrandsicherungen sind gemäß DIN EN 13374:2019 zertifiziert und damit zugelassen, sofern sie gemäß der Aufbau- und Verwendungsanleitung benutzt werden.
Sind Dachrinnensystem neuerdings seitens der BG unzulässig?
Nein. TDS Pro ist als temporäres Seitenschutzsystem normgerecht nach DIN EN 13374:2019 zertifiziert. Bei BG Kontrollen wird lediglich der korrekte Aufbau und Verwendung (Montage/Anwendung/Lastabtragung) überprüft. Die BG selber kann grundsätzliche keine Zulassungen erteilen.
Wie erhalte ich die Aufbau & Verwendungsanl. und das DEKRA Zertifikat (Baumusterprüfbescheinigung)?
Sie liegen dem System bei und können jederzeit angefordert werden.
Haben die Systeme eine amtliche Zulassung?
Eine „amtliche Zulassung“ im Sinne einer Behörde gibt es für temporäre Absturzsicherungen nicht. Unsere Systeme sind nach DIN 13374 geprüft und zertifiziert durch eine dafür akkreditierte Zertifizierungsstelle (DEKRA) Das ist der maßgebliche und anerkannte Nachweis. Entscheidend ist zusätzlich die korrekte Montage und Anwendung nach Montageanleitung, die im Rahmen von Baustellenkontrollen z. B. durch die BG überprüft wird. Damit erfüllen unsere Systeme alle rechtlichen und normativen Anforderungen.
Was sollte ich bei einer Baustellenkontrolle griffbereit haben?
Die Aufbau- und Verwendungsanleitung sowie das Zertifikat für die eingesetzten Systeme. So können Rückfragen direkt und sachlich geklärt werden.
Dachrinne & Sicherheitsfußplatte
Hält so eine Absturzsicherung überhaupt in der Dachrinne?
Ja, eine fachgerecht befestigte und intakte Dachrinne kann die Lasten eines temporären Absturzsicherungssystems aufnehmen. Über viele Jahre ist es gängige Praxis, dass Fachbetriebe die Dachrinne vor Ort beurteilen und diese Einschätzung eigenverantwortlich treffen.
Warum wird die Anbindung an die Dachrinne heute genauer betrachtet?
Der schnelle Markteintritt vieler neuer Montagebetriebe im PV-Bereich führt dazu, dass die Qualität der Anwendung, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Themen, nicht immer ausreichend ist. Häufig fehlten fachliche Qualifikation, praktische Erfahrung und die sprachliche Verständigung auf der Baustelle. Zudem wird das Gefahrenpotenzial von Abstürzen teilweise unterschätzt oder aus Zeitdruck bewusst in Kauf genommen. Aspekte wie Zustand, Befestigung und Tragfähigkeit der Dachrinne werden nicht immer mit der erforderlichen Sorgfalt geprüft, weshalb bei Kontrollen heute genauer hingeschaut wird.
Wann kommt die Sicherheitsfußplatte zum Einsatz
Immer dann, wenn die Anbindung über die Dachrinne nicht eindeutig beurteilt werden kann oder Zweifel an Zustand, Befestigung oder Tragfähigkeit bestehen, ist die Sicherheitsfußplatte die sichere Lösung. Sie wird direkt mit der tragenden Dachkonstruktion verschraubt und sorgt für eine klare, nachvollziehbare Lastabtragung, unabhängig vom Zustand der Dachrinne. In der Praxis wird die Sicherheitsfußplatte häufig eingesetzt, um Diskussionen auf der Baustelle zu vermeiden und jederzeit handlungsfähig zu bleiben. Sie bietet eine technisch eindeutige Lösung, die Sicherheit schafft und einen reibungslosen Arbeitsablauf ermöglicht.
Brauche ich immer eine Dachrinne?
Nein, es geht auch mit tragfähiger Aufkantung oder über die Attika im Flachdachbereich.
Montage & Einsatzgrenzen
Muss ich mich mit einer PSA sichern, wenn ich das System aufbaue?
Bis zu einer Traufhöhe von 5m kann TDS Pro von der Leiter aus montiert werden. Über diese Höhe hinaus ist die Arbeit von der Dachseite aus nur unter Verwendung einer PSA erlaubt. Alternativ kann die Montage z. B. mit einer Arbeitsbühne vom Korb aus erfolgen. Eine weitere Option ist ein Fahrgerüst.
Wie viele Meter muss ich aufbauen, um meine Baustelle fachgerecht zu sichern?
Gemäß den Bestimmungen muss über den Arbeitsbereich hinaus jeweils 1m links und rechts zusätzlich abgesichert sein.
Für welchen Dachneigungsbereich ist das System geeignet?
Zwischen 0° und 60°.
In welchem Abstand müssen die Ständer montiert werden?
Alle 3m. Ein Spalt von 10cm ist zulässig.
Kann man den Ständer in der Höhe verstellen?
Ja, zwischen 1,7m und 3,2m in 10cm Schritten.
Bis zu welchem Dachüberstand kann ich das System einsetzen?
Bis 1,2m ist das System zertifiziert. Bei großen Überständen muss der Ständer voll ausgefahren werden.
Was, wenn die Dachrinne nur 5m lang ist?
Das Gitter kann über den Ständer hinaus geschoben werden.
Was tun, wenn ich am Dachrand nichts zum Aufstellen habe?
Dann kommt die Sicherheitsfußplatte zum Einsatz, die auf dem Sparren montiert wird.
Bis zu welcher Höhe darf ich TDS Pro aufbauen?
Es gibt keine Höhenbeschränkung, sofern die Anleitung eingehalten wird.
Kann ich TDS Pro Schrägdach am Ortgang einsetzen?
Ja, z. B. bei flach geneigten Industriedächern.
Praxis, Verantwortung & Prüfung
Ich montiere PV-Anlagen. Dürfen meine Mitarbeiter das System nutzen?
Ja. Wer sich an die Aufbau- und Verwendungsanleitung hält, darf das System montieren. Bei PSA-Nutzung ist eine Schulung erforderlich.
Muss man eine Schulung mitgemacht haben?
Definitiv nein.
Muss TDS Pro wie eine PSA regelmäßig geprüft werden?
Die TDS Pro Systeme unterliegen der Leiterprüfungspflicht (DGUV Information 208-016), die einmal jährlich durchgeführt werden sollte.
Wann kann ich TDS Pro einsetzen und wann ein Gerüst?
Das hängt von der Situation ab. Bei Dacharbeiten reicht oft TDS Pro, bei Fassadenarbeiten kann ein Gerüst sinnvoller sein.
Werden Wärmedämmverbundsysteme beschädigt?
Nein. Bisher wurden keine Schäden gemeldet. Bei einem Sturz können jedoch Kräfte auf die Fassade wirken.
Wie schwer sind die Schrägdachsicherung Systemteile?
Geländer und Stützen etwa 11kg, kleinere Teile wie Bordbretter sind wesentlich leichter.